Burgruinen
Die Ruine der "Ilburg" in Ilfeld
Die
Burg wurde von Graf Elger I. von Bilstein gegründet und erbaut. Sie entstand
um 1100. Der Baubeginn war vermutlich 1098 und die Fertigstellung wird auf 1105
datiert. Die Yleborgk (Ilburg) liegt auf einer einzelnen Bergkuppe, dem heutigen
Burgberg, in der Ortslage von Ilfeld und gab dem Ort seinen Namen.
Nach Fertigstellung wurde die Burg als Wohnsitz des Grafen von Ilfeld genutzt.
Sie lag 312 m über NN und war von einer 300 m langen Wallanlage umgeben.
Die Burganlage bestand aus Vor- und Hauptburg. Die Ausdehnung betrug in der
Länge 100 m und in der Breite 75 m. Die Wohnburg selbst wurde zweigeschossig
aus Porphyrgestein mit aufgesetztem Fachwerk erbaut.

Das Grafengeschlecht erwählte später die Burg Hohnstein zum Wohnsitz.
Seit dieser Zeit war die Ilburg verlassen und dem Verfall durch die Witterung
preisgegeben. Es wird vermutet, dass die Ilburg zu kalt und nicht lukrativ genug
war. Nach Gründung des Klosters Ilfeld im Jahr 1189 wurde das Gestein zum
Klosterbau verwendet.
Heute sind nur noch wenige Reste der Burg auf dem Burgberg zu sehen und man
kann nur erahnen, dass dort einmal eine prächtige Burg gestanden hat.
Die "Burgruine Hohnstein" in Neustadt
Die
um 1120 erbaute Burg Hohnstein befindet sich 140 m über der Gemeinde Neustadt
auf einem Pophyrkegel. Sie war Residenz der Grafen von Hohnstein, deren Blütezeit
im 13 Jh. war. Im Jahr 1417 kamen die Grafen von Stolberg in Besitz von Burg
und Amt Hohnstein.
Im Dreißigjährigen Krieg wurden Burg und Amt Hohnstein durch kaiserliche
Truppen belegt. Durch Brandlegung wurde 1627 die Burg zerstört. Sie ist
eine der besterhaltenen Burgruinen im Harzgebiet und zu besichtigen. Es finden
auch Führungen statt.
Auf dem Vorhof der Burgruine Hohnstein befindet sich der gemütliche Burggasthof
mit seiner großzügig angelegten Sommerterrasse. Das Gasthaus wurde
1908 erbaut und bewirtete seither Reisende und Wanderer bis zum Jahr 1989. Nach
umfangreichen Rekonstruktionsarbeiten konnte der historische Burggasthof am
13. April 2001 wieder eröffnet werden. Er lädt sowohl mit Köstlichkeiten
- wie einem Rittermahl, als auch mit einem malerischen Ausblick auf den Vorharz
zum Verweilen ein.
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