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Ortsteil Sophienhof

 
Sophienhof

Sophienhof ist ein Ilfelder Ortsteil und liegt auf einem Wiesenhochplateau in ca. 550 m Höhe inmitten eines geschlossenen Waldgebietes im Landschaftsschutzgebiet Südharz. Es ist eines der wenigen typischen Bergdörfchen Thüringens.

Die damalige Waldsiedlung wurde 1560 erstmalig erwähnt. Es wird vermutet, dass der Forst kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) entstand. Um 1700 nannte man die Ansiedlung „Schmerplatz“. Für die herrschaftliche Meierei, welche von Waldbesitzungen des Grafen zu Stolberg Wernigerode umschlossen war, verwendete man im Jahr 1717 erstmals den Namen „Sophienhof“. Die Namensgebung geht auf die Gräfin Sophie Charlotte zu Stolberg zurück.

SophienhofEtwa zu dieser Zeit wird ein gräfliches Stolberg-Wernigeröder-Forstamt gegründet, welches auch die Consistorialrechte wahrzunehmen hatte. Das Haus Nr. 6, in welchem das Forstgericht und später das Schulhaus untergebracht war, ist heute das Heimatmuseum des Ortes.

In einem Vergleich von 1709 wurde Sophienhof das Bier brauen und der Ausschank gestattet. Im Jahre 1742 erhält der Ort einen hölzernen Glockenturm. 1807 war der Hohnsteiner Forst eine Gutgemeinde mit Braunsteinhaus, Christianenhaus, Eisfelder Talmühle, Hufhaus, Rothesütte, Sophienhof und Steinmühle. In 45 Häusern wohnen 339 Einwohner. 1925 zählte Sophienhof über 100 Einwohner.

Im Jahre 1972 wurde Sophienhof mit Birkenmoor, Hufhaus und Christianenhaus in die Gemeinde Ilfeld eingegliedert.

Heute ist das schöne Bergdörfchen idealer Urlaubsort für Familien, Naturfreunde und Erholungssuchende. Die Ruhe wird durch keinen Verkehrs- oder Industrielärm gestört. Auf dem Dorfteich schnattern Enten und Gänse. Die frei zugänglichen Haustieranlagen des Ortes beherbergen Wollschweine, rote Harzrinder, Esel, Ziegen und Schafe.

Sophienhof - ZiegenalmFam. Liebig betreibt die „Ziegenalm“. Sie ist die größte Freilandanlage ihrer Art in Thüringen. Die Familie hat nicht nur ihre Herzen an die Ziegen verloren, sondern stellt aus der Milch schmackhaften Käse und andere Produkte her, den man hier erwerben kann.

In dem kleinen Heimatmuseum finden Interessierte ausführliche Informationen zur Tradition und Geschichte des Ortes und der Harzregion. Eine Vielzahl gut beschilderter Wanderwege zu den Naturschönheiten des Harzes führen über Sophienhof oder nehmen hier ihren Anfang, so zum Beispiel zum Netzkater mit dem Steinkohle-Besucherbergwerk „Rabensteiner Stollen“, Rothesütte, Benneckenstein, Trautenstein, Birkenmoor, Hufhaus und Poppenberg.

Tierfreunde finden während der Hirschbrunft ausgezeichnete Gelegenheit, das scheue Rotwild zu beobachten. Viele seltene Tierarten, z.B. Wildkatze und Auerhahn, haben im Harz ihr Refugium gefunden. Auch für die Freunde alpiner Flora hält der Harz viel Entdeckungen bereit.

In der kalten Jahreszeit bietet das Bergdorf gute Bedingungen für den Wintersport, so z. B. Loipen für den Ski-Langlauf sowie Abfahrts- und Rodelhänge verschiedener Schwierigkeitsgrade.

Die hundertjährige Harzquerbahn, welche mit einer Dampflockmotive bespannt ist, macht auf ihrer Fahrt zum Brocken auf dem 10 Minuten entfernten Waldbahnhof Rast. Eisenbahnromantik pur erleben heißt eine Fahrt mit dem „Quirl“ (Harzquerbahn) in Richtung Nordhausen oder Wernigerode unternehmen.

 
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