Historischer Manganerz-Bergbau-Lehrpfad am Braunsteinhaus
In
der Nähe des Braunsteinhauses, am kleinen Möncheberg, führt der
Lehrpfad durch eine historisches Manganerzbergbaugebiet, in dem Relikte der
bergmännischen Tätigkeit, das historische Umfeld, der Waldbestand
sowie die Tier- und Pflanzenwelt der rückgeführten Bergbauflächen
75 Jahre nach Einstellung des Bergbaus zu besichtigen sind.
Die von kulturhistorischer Bedeutung vorhandenen Bergbaurelikte des Erzbergbaus
am Braunsteinhaus sind als Bodendenkmale unter Schutz gestellt. Diese Geländemerkmale
des vorindustriellen Bergbaus sind von großer montanhistorischer Bedeutung
und deshalb unter einen besonderen Schutz gestellt, so dass ein Betreten dieser
Anlagen verboten ist.
Um diese historischen Abbaugebiete den interessierten Menschen zugänglich
zu machen, wurde ein Lehrpfad durch dieses Gelände am Kleinen Möncheberg
angelegt.
Der
Rundweg ist in 12 Stationen eingeteilt und erklärt so den erfolgten Erzabbau
in dieser Region. Im Bereich des Rundweges befinden sich steile Felswände
und wenig überdeckte untertägige Hohlräume, von denen gewisse
Gefahren ausgehen. Deshalb sollte man unbedingt auf dem ausgeschilderten Weg
bleiben. Der Rundweg ist so angelegt, dass von dort keine Gefahr ausgehen kann.
Der Weg beginnt ca. 150 m vor dem Braunsteinhaus auf der linken Seite, worauf
ein Schild hinweist. Dort befindet sich auch ein Waldparkplatz. Wenige Meter
weiter führt uns die abzweigende Waldstraße links Bergauf zur 1.
Station.
Station 1: stark verwittertes Porphyrit mit Gangspalten, in
welchen sich Eisenerz und Manganerze befinden
Station 2: ein verbrochenes Mundloch mit vorgelagerter Halde
aus der Bergbauperiode von 1916 bis 1921
Station 3: links die Plateauhalde aus der Zeit vor 1840 - rechts
die Tagebaue aus der Zeit vor 1840
Station 4: großen Abbaugebiete mit bizarren Konturen
aus der Zeit von 1916 bis 1921 - dahinter die Ausfahrt des Wilhelm-Stollen
aus der Periode des Eisenerzabbaues
Station 5: mehrere kesselförmige Tagebaue aus der Abbauperiode
1916 bis 1921
Station 6: Blick in die Pinge des Tagebaus über dem "Wilhelm-Stollen"
- Abbau von streichendem Eisenerz im 19. Jahrhundert
Station 7: Blick in den Tagebau des 18. Jahrhunderts
Station 8: Blick von der Kuppe auf die Nordseite mit bizarren
Pingen aus der letzten Abbauperiode von 1916 bis 1921
Station 9: Blick auf die unregelmäßigen Abbaue mit
kurzen Förderstollen und einer Erkundungsschürfungen
Station 10: Blick auf die Bergbauausfahrt mit vorgelagerten
Halde auf der rechten Seite
Station 11: rechtwinklig geknickte Ausfahrt in Richtung Schrägaufzug
Station 12: Blick auf den Bremsberg mit Fundament des Schrägaufzuges
- links im festem Porphyrit befinden sich einige dreieckige Sprenglöcher
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Trotz der großen Vielfalt an interessanten Dingen verweisen wir noch
einmal darauf, dass aus Sicherheits- und Denkmalschutzgründen ein Verlassen
der Wege verboten ist.